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Ohrentaucher | Podiceps auritus

Kuifduiker | Horned Grebe | Zampullín cuellirrojo | טבלן לבן-לחיים | Grèbe esclavon

Ein kleiner, kompakter Lappentaucher, der im Winter in schwarz-weißem Kleid auf geschützten Küstengewässern schwimmt. Im Prachtkleid trägt er rotbraunen Hals und rotbraune Flanken sowie zwei breite, goldgelbe Federohren.

Ohrentaucher (Podiceps auritus)
Hauptfoto · Foto: Charles J. Sharp — CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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Stimme

Im Brutgebiet ein hohes, nasales, vibrierendes dje-djeeerr, oft im Duett und beschleunigend in einen schnarrenden Triller übergehend, dazu ein kurzes, schrilles eek. Im Winter ist er nahezu stumm; die Stimme ist daher von April bis Juni im Norden an kleinen Seen und Moortümpeln zu hören.

Anhören: RufXC1145297

Aufnahme: Dag Österlund — CC BY-NC-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Bestimmung

Klein und kompakt, mit flachem Scheitel, dessen höchster Punkt hinter dem Auge liegt, und geradem Schnabel mit heller Spitze. Brutvögel haben rotbraunen Hals und rotbraune Flanken, einen schwarzen Kopf mit breiten orangegelben Überaugenstreifen, die nach hinten als Federohren abstehen, und ein rotes Auge. Im Winter ist er klar schwarz-weiß gefärbt: eine scharf abgesetzte, schneeweiße Wange, eine schwarze Kappe, die oberhalb der Augenhöhe endet, und ein weißer Hals.

Verwechslungsarten

Verwechslungsgefahr besteht eigentlich nur mit dem Schwarzhalstaucher. Der Ohrentaucher ist am geraden Schnabel mit heller Spitze, am flachen Scheitel mit dem höchsten Punkt hinter dem Auge und an der scharf abgesetzten weißen Wange zu erkennen; der Schwarzhalstaucher zeigt einen feinen, leicht aufgeworfenen Schnabel, einen hohen Scheitel mit dem höchsten Punkt vor dem Auge und eine verwaschen graue Wange. Der Hals ist beim Ohrentaucher weißer.

Lebensraum

Brütet auf flachen, fischreichen Seen und Tümpeln mit Ufervegetation in der borealen Zone, auf Island und im Schottischen Hochland. Überwintert auf dem Meer, in geschützten Buchten, Meeresarmen, Häfen und Ästuaren mit ruhigem Wasser und taucht dort in Ufernähe nach Garnelen, Kleinfischen und Wasserinsekten.

Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.

Verbreitung und Zug

Brütet auf Island, im Schottischen Hochland, in Fennoskandien und im Baltikum. An der südlichen Nordseeküste ist er ein seltener Wintergast am Grevelingen, am Veerse Meer, in Häfen entlang des Wattenmeers und am IJsselmeer, meist einzeln. Auf der Iberischen Halbinsel überwintern kleine Zahlen entlang der kantabrischen Küste und in den galicischen Rías; Nachweise im Binnenland sind selten.

  • Jahresvogel
  • Brutvogel (Sommer)
  • Winter
  • Durchzug
  • dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Dichtekarte aus den Nachweisen von GBIF (2006-09-01 – 2026-08-31), gezählt je 0,7°-Rasterzelle und Monat und geteilt durch alle Vogelnachweise in derselben Zelle – so bestimmt die Zahl der Beobachter nicht das Bild. Die Farbtiefe folgt diesem Anteil und läuft allmählich aus, sodass die Karte nicht den Staatsgrenzen folgt. Ländergrenzen: Natural Earth (gemeinfrei).

Wie und wann beobachten

November bis Februar bei ruhigem, klarem Wetter, wenn das Wasser spiegelglatt ist und ein kleiner schwarz-weißer Lappentaucher sofort zu sehen ist. Hafenmolen, Schleusen und geschützte Ufer absuchen, am besten morgens vom Deich aus, bevor der Wind auffrischt.

Gefährdungsstatus

Weltweit nach starken Rückgängen auf Island und im Schottischen Hochland als gefährdet (Vulnerable) eingestuft. Fischbesatz, Prädation durch Amerikanischen Nerz und Möwen, schwankende Wasserstände und der Verlust der Ufervegetation setzen den Brutplätzen zu. In den Überwinterungsgebieten kommen Ölverschmutzung und Ertrinken in Stellnetzen hinzu.

Wissenschaftlicher Name

Podiceps auritus | (Linnaeus, 1758)

Linnaeus beschrieb die Art 1758 als Colymbus auritus; weil sie später in eine andere Gattung gestellt wurde, stehen Autor und Jahr in Klammern. Die Gattung Podiceps wurde 1787 von Latham eingeführt. Podiceps ist lateinisch, von podex, Genitiv podicis, ‚Hinterteil‘, und pes ‚Fuß‘, nach den Beinen, die weit hinten am Körper ansetzen. auritus ist lat. für ‚geöhrt‘, von auris ‚Ohr‘, nach den goldgelben Federbüscheln hinter dem Auge im Prachtkleid. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Schweden.